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«Dieser Schriftsteller wird Ehrendoktor der Theologie – obwohl er aus der Kirche ausgetreten ist» (Aargauer Zeitung)

Er ist einer der wichtigsten Schriftsteller der Schweiz. Nun wird Klaus Merz Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Zürich, und sagt: «Ich kann leider trotz Doktortitel niemanden heilen.»

Herr Doktor Merz, wieviel Religion steckt in Ihrer Literatur?

So werde ich mich wohl nie nennen. (Lacht). Ich kann ja trotz Doktortitel niemanden heilen. Aber es ist eine schöne Ehrung, mit der ich nie gerechnet habe. Und ich freue mich, dass sie von dieser Fakultät kommt. In meinen Werken hat das in die Tiefe Graben und wieder durch die Wolken Stossen immer eine grosse Rolle gespielt. Also auch die Transzendenz, obwohl ich kein Wundergläubiger bin.

Wie halten Sie es selbst mit der Religion?

Ich bin sozusagen aus Solidarität zu meiner Frau aus der Kirche ausgetreten. Sie war katholisch, ich reformiert. Als sie aber sagte, sie halte es mit so vielen unselig reaktionären Oberhirten in ihrer Kirche nicht mehr aus, sind wir beide ausgetreten. Auch wenn wir finden, dass Religion uns Menschen durchaus Halt geben kann. Auch ohne ausdrückliches Glaubensbekenntnis.

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