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Avi Girschweiler mit Semesterpreis ausgezeichnet

Avi Girschweiler.

Für die Masterarbeit «Mütter, Heldinnen, Fotzen. Frauen*darstellungen im Deboralied und in Texten der Rapperin Ikkimel – ein intertextuelles Gespräch» wurde Avi Girschweiler von der Theologischen und Religionswissenschaftlichen Fakultät mit dem Semesterpreis FS26 ausgezeichnet.

Die Arbeit von Avi Girschweiler vergleicht das Deboralied, ein Loblied aus dem Alten Testament, mit Liedtexten der deutschen Rapperin Ikkimel. Girschweiler verbindet dabei historisch-kritische Exegese mit literatur-, medien- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen sowie feministischen, postkolonialen und queeren Perspektiven. 

Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der selbst adaptierten Methode des Crossmappings, das die vergleichende Analyse methodisch fundiert und produktiv macht. Die Arbeit zeigt, dass beide Textkorpora trotz zeitlicher Distanz ähnliche Themen, Motive und subversive Potenziale teilen. Zudem begründet sie überzeugend die Notwendigkeit intersektionaler Perspektiven und die Kontextgebundenheit von Textauslegung.

Die Arbeit von Girschweiler überzeugt durch hohe Eigenständigkeit, methodische Breite und eine sehr klare Struktur. Darüber hinaus besticht sie durch analytische Tiefe, theoretische Reflexion, interdisziplinäre Fundierung und eine überlegte Leser:innenführung.* 

Die TRF gratuliert Avi Girschweiler zur hervorragenden Arbeit.

An der Universität Zürich schlagen in jedem Semester die Fakultäten hervorragende studentische Arbeiten zur Prämierung mit einem Semesterpreis vor. Der Preis ist mit 600 CHF dotiert.

* Auszüge aus den Gutachten von Prof. Dr. Nesina Grütter.

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