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Forschungsprojekte an der TRF

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UFSP Digital Religion(s)

Der Universitäre Forschungsschwerpunkt «Digital Religion(s)» untersucht, wie die gegenwärtigen Digitalisierungsdynamiken die Religionspraxis von Individuen und Institutionen beeinflussen, prägen und transformieren. Themen und Inhalte der Forschung sind u.a. religiöse Identitätsbildung und die Entwicklung von gemeinschaftlichen Online-offline-Netzwerken, mediale Kommunikationspraktiken des Trauerns und der Seelsorge sowie Phänomene religionsbezogener digitaler Bildung.

16th Century Exegesis of Paul

Im 16. Jahrhundert wurden zahlreiche Kommentare zu den Paulusbriefen verfasst. Ausser denjenigen von bekannten Reformatoren wie Luther oder Melanchthon sind sie aber schlecht erschlossen und wenig erforscht. Im Projekt «16th Century Exegesis of Paul» werden zum ersten Mal alle Kommentare, die zwischen 1520 und 1600 im Gebiet der Schweizer Reformation erschienen sind, systematisch in einer Datenbank erfasst und mit innovativen digitalen Methoden ausgewertet.

Towards an Integrated Methodology of Dating the Book of Jeremiah

Die Forschung zur hebräischen Bibel ist sich einig, dass ihre Bücher, einschliesslich des Buches Jeremia, literarische Produkte des ersten Jahrtausends v. Chr. sind. Fast alles andere ist umstritten, da es keine Textzeugnisse zur hebräischen Bibel gibt, die aus der biblischen Zeit selbst stammen. Dieses Projekt entwickelt eine integrierte Methodik zur Datierung biblischer Texte am Beispiel des Buches Jeremia; es integriert wichtige Komponenten der Digital Humanities in Bezug auf die linguistische Datierung und gleicht die Ergebnisse von «natürlicher» und «künstlicher» Intelligenz aus.

Heinrich-Bullinger-Briefwechseledition

Die Korrespondenz des Zürcher Reformators Heinrich Bullinger (1504–1575), des Nachfolgers von Huldrych Zwingli, ist von ausserordentlicher historischer und theologischer Bedeutung und die wohl umfangreichste des 16. Jahrhunderts überhaupt. Die kritische Edition dieses Briefwechsels blickt denn auch bereits auf eine lange Geschichte zurück.

MiTAnIm – kulturell kodierte Tiersymbolik

Bei MiTAnIm handelt es sich um ein vom SNF gefördertes, breit angelegtes und gleichsam thematisch gebündeltes Forschungsprojekt, das sich auf «culturally encoded animal imagery» (kulturell kodierte Tiersymbolik/sprachliche Tierbilder) in der Hebräischen Bibel konzentriert, die in Übersetzungsketten von einer semitischen Sprache (Hebräisch) in eine indoeuropäische Sprache (Griechisch, ab dem 3. Jh. v. u. Z.) und dann weiter in zwei semitische Sprachen (Altäthiopisch und Syrisch, 4.–7. Jh. u. Z.) sowie in verschiedene Dialekte des Koptischen (afroasiatisch, 4.–13. Jh. u. Z.) übertragen wurden.

Abgeschlossene Projekte

How God became a Lawgiver (2020–2025)

Das Projekt «How God became a Lawgiver» will die historischen Ursprünge des Konzepts der ‹göttlichen Gesetze› (divine laws) und seine Auswirkungen auf Religion und Politik im alten Juda, im antiken Judentum und in ihrem Umfeld im östlichen Mittelmeerraum und im alten Nahen Osten erhellen.
Website des Projekts (englisch)


Demenzfreundliche Kirchgemeinden in der Stadt Zürich (2022–2025)

Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Simon Peng-Keller und Ralph Kunz untersucht die Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Förderung von demenfreundlichen Kirchgemeinden in der Stadt Zürich. Wie können die Zürcher Kirchgemeinden – in Ergänzung zu städtischen, klinischen und zivilgesellschaftlichen Angeboten und in Abstimmung mit ihnen – zu einer demenzfreundlichen Stadt beitragen? 
Website des Projekts

Weiterführende Informationen