Erleuchtung garantiert – Der Podcast
Wissenschaftliche Spotlights auf Religion und Spiritualität
Was unterscheidet Menschen von Cyborgs? Was passiert, wenn wir sterben? Was hat Rap mit Religion zu tun? Gibt es Schuld und einen freien Willen? Was steht wirklich in der Bibel und wie ernst nehmen Muslim:innen den Koran? In Religionswissenschaft und Theologie an der Universität Zürich wird zu diesen Fragen, zu Spiritualität und verschiedenen Religionen geforscht. Einmal im Monat spricht Dorothea Lüddeckens mit Kolleg:innen und Gästen über ihre Forschung, ihre Perspektiven auf Spiritualität, Religion und die Welt.
Wann ist Religion extrem? – Von Extremismus, antimuslimischem Rassismus und fehlender Ambiguitätstoleranz
Sind religiöse Haltungen erst dann extrem, wenn sie in Gewalt münden? Warum spricht man von «Islamismus», aber nicht von «Christianismus»? Was unterscheidet religiösen Extremismus von Rechts- oder Linksextremismus? Wie untersuchen wissenschaftliche Disziplinen extreme Haltungen – und welchen konkreten Nutzen haben die Studienergebnisse? Im Abschlussgespräch der Summer School «Religion:extrem», die Anfang Juli 2026 in Zürich stattgefunden hat, diskutieren die Islamwissenschaftlerin Sabine Damir-Geilsdorf und der Kriminologe Dirk Baier mit Dorothea Lüddeckens über Dschihadismus und Prävention, Verschwörungstheorien und Gerechtigkeitsempfinden, Rassismus und die politische Prägung von Statistiken. Baier und Damir-Geilsdorf klären zentrale Begriffe, sprechen über die zunehmende Muslimfeindlichkeit in der Bevölkerung und über die Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Methoden in der Forschung zu Extremismus. Ausserdem geht es um blinde Flecken, Erfindergeist und Medienkompetenz sowie um einen Salafisten, der auch mitten in der Nacht in einem abgelegenen Dorf nicht bei Rot über die Strasse geht – selbst wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist.
Weitere Informationen
- Website der Summer School «Religion:extrem», die im Juni/Juli 2026 im Zusammenhang mit dem 20-Jahr-Jubiläum des Religionswissenschaftlichen Seminars der UZH stattgefunden hat
- Website von Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf an der Universität zu Köln
- Website von Prof. Dr. Dirk Baier an der ZHAW
- Website zum Projekt «Swiss Muslim Stories»
- Website zum Projekt «In Frieden lernen» der PHZH
«Aber dann hat das Internet Internet-Dinge gemacht…» – Von Tradwifes, Mormoninnen und Kirkification
Digital Religion(s) Sonderedition – Folge 4 (15.8.2026)
Was hat Charlie Kirk mit SpongeBob gemeinsam und was ist «Kirkification»? Weshalb sind Mormoninnen auf Social Media so präsent? Und was hat Rohmilch mit erfolgreichen Influencerinnen zu tun? In der vierten und letzten Episode der Digital-Religion(s)-Sonderedition analysiert die Religionswissenschaftlerin Kathrin Trattner den Erfolg von Tradwifes auf Social Media und geht darauf ein, inwiefern sie in ihren Idealbildern auf multiplen Fiktionen aufbauen und wie sie gesellschaftliche Entsolidarisierung befördern. Trattner spricht über Mormoninnen als «Early Adopter» von neuen Kommunikationstechnologien und erklärt, weshalb das Internet nach dem Tod von Charlie Kirk nicht nur vom Maga-Lager mit KI-Bildern von Kirk geflutet wurde. Ganz nebenbei geht es auch um selbstgemachte Fruit Loops, Biblical Femininity und Ragebaiting.
Weitere Informationen
- Website von Kathrin Trattner bei der Universität Zürich
- Website des Universitären Forschungsschwerpunkts «Digital Religion(s)
- Im Gespräch erwähnte Southpark-Episode zu Mormon:innen (Staffel 7, Episode 12)
«In dubio pro Datenschutz» – Religionsgemeinschaften im Kontext von Digitalisierung und Recht
Digital Religion(s) Sonderedition – Folge 3 (1.8.2026)
Was unterscheidet das christliche Kirchenrecht von Rechtsfragen in jüdischen oder islamischen Traditionen? Inwiefern kann der Datenschutz ein Problem für die Seelsorgearbeit sein? Wie verhalten sich Kirchen zum AI-Act und weshalb mischen sie vermehrt auf EU-Ebene mit? Der Jurist Ramazan Özgü befasst sich mit Rechtsfragen zwischen Ermöglichung und Begrenzung und spricht in der dritten Folge der Digital-Religion(s)-Sonderedition über das Kirchenrecht in Deutschland und die komplexe juristische Situation von Glaubensgemeinschaften in der Schweiz. Es geht um die Entstehung des Datenschutzgesetzes und darum, ob der Datenschutz die Seelsorgearbeit erschwert – oder sie überhaupt erst ermöglicht. Özgü erklärt, wieso und wie sich die Kirchen auf EU-Ebene für den AI-Act eingesetzt haben, und skizziert, wieso über das Prinzip «in dubio pro Datenschutz» Rechtspolitik zu Religionspolitik werden kann. Und er erzählt, wie sich eine Moscheegemeinde hinsichtlich der «Jerusalema Dance Challenge» von der katholischen Kirche hat inspirieren lassen.
Weitere Informationen
- Website des Universitären Forschungsschwerpunkts «Digital Religion(s)
- Website von Ramazan Özgü an der UZH
- Podcast-Episode mit Maike Schöttner-Sieler zum (im Gespräch erwähnten) Bias von Künstlicher Intelligenz: «Diskriminierung durch KI? – Von antimuslimischen Algorithmen, Verantwortung und dem Kampf um Sichtbarkeit»
Auf Sinn- und Gemeinschaftssuche im Internet – Von Verschwörung, Tod und Überforderung
Digital Religion(s) Sonderedition – Folge 2 (15.7.2026)
Was macht eine Theorie zu einer Verschwörungstheorie? Und müsste man nicht eher von Verschwörungsnarrativen, -ideologien oder -mythen sprechen? Im Gespräch geht es um Schlafschafe, die Covid-Impfung, Mobilfunksendemasten und Antisemitismus. Und um die Frage, wieso Trauernde ihre Gedanken und Gefühle öffentlich auf Social Media teilen. Was irritiert daran und weshalb kann es hilfreich sein? In der zweiten Episode der Digital-Religions-Sonderedition spricht die Sprachwissenschaftlerin Karina Frick einerseits über ihre Forschung zu digitalen Friedhöfen und Gedenkseiten auf Social Media, über Trostgemeinschaften und das Gespräch mit Verstorbenen. Andererseits geht es um Strukturen, Begriffe und Funktionsweisen von Verschwörungstheorien, um konspirative Praktiken und die Sinnsuche in einer komplexen Welt. Und: Ist Podcastmitarbeiter Andi Gredig tatsächlich ein Verschwörungstheoretiker?
Weitere Informationen
- Website von Karina Frick bei der Leuphana Universität Lüneburg
- Website des Universitären Forschungsschwerpunkts «Digital Religion(s)»
KI als Symptom – Von «Slopaganda», apokalyptischen KI-Bildwelten und Religion als Trigger
Digital Religion(s) Sonderedition – Folge 1 (1.7.2026)
Es geht um «Shrimp Jesus», der viral ging, den Papst, der sich gegen die Tech-Konzerne stellt – und die Frage, wer von Slop-Farmen profitiert. Warum verstärkt die KI-Bildgenerierung Klischees und Diskriminierung? Worin unterscheidet sich die Propaganda in Social Media von der totalitären Propaganda des 20. Jahrhunderts? Roland Meyer, «Brückenprofessor» für digitale Kulturen und Künste an der ZHDK und der UZH, spricht in der ersten Episode der Digital-Religions-Sonderedition über «KI-Schrott» bzw. «Slopaganda», die Monopolisierung der Macht über Sprache und Bilder und über apokalyptische Bilder in der politischen Propaganda. Es geht um klischierte Schweizer Familien vor dem Matterhorn, die Tech-Konzerne und KI als Symptom und Brandbeschleuniger für Dinge, die ohnehin schon schief laufen.
Weitere Informationen
- Slopaganda-Kolumne von Roland Meyer in der WOZ
- Website von Roland Meyer beim Seminar für Filmwissenschaft der UZH
- Website des Universitären Forschungsschwerpunkts «Digital Religion(s)
- «Generative KI und die Ästhetik des digitalen Faschismus», Vortrag von Roland Meyer bei der re:publica 2025.
- «Hyperreaktiv», im Gespräch erwähntes Buch von Annekathrin Kohout
Klimakrise, Sterbehilfe und KI – Existenzielle Fragen als ethische Herausforderung
Verändert der Umgang mit KI unsere zwischenmenschlichen Beziehungen? Sollen Pfarrpersonen assistierten Suizid begleiten können? Müssen wir die Klimakrise selbst lösen oder überlassen wir das besser Gott? Und: Welche Werte leiten Entscheidungsträger:innen bei ihrem Handeln? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich die theologische Ethikerin Lea Chilian als Postdoc am Institut für Sozialethik. Sie unterrichtet derzeit ein transdisziplinäres Seminar zu moralischen Überzeugungen in der Entscheidungsfindung, schreibt wissenschaftliche Aufsätze zu Sterbehilfe, Klimakrise und Künstlicher Intelligenz – und muss jeden Tag viel zu viele E-Mails beantworten. Im Gespräch geht Chilian auf den Gerechtigkeitsbegriff angesichts globaler Krisen ein, erzählt von Überraschungen in der transdisziplinären Lehre und spricht über die Arbeit an ihrer Habilitation. Es geht um Vertrauen als Empowerment, Belastung und gegenseitiges Geschehen – und darum, weshalb es ein Problem sein könnte, dass Chat-GPT immer so nett zu uns ist.
Weitere Informationen
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Website von Lea Chilian
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Website des Instituts für Sozialethik
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Podcast-Episode zum Thema assistierter Suizid: «Sterben als Projekt? – Über den guten Tod, zweifelhafte Ideale und die Ambivalenz des ‹selbstbestimmten Sterbens›»
Von Dornenkronen und Kopftüchern in Videoclips von Lady Gaga bis BTS – Religiöse Motive als symbolische Verdichtung
Wieso sitzt Lady Gaga in einem Musikvideo bei Jesus auf dem Motorrad? Was bedeutet Karma für Taylor Swift? Warum kommen in einem Clip der K-Pop-Band BTS so viele christliche Symbole vor? Was hat Selbstfindung in der Popmusik mit Religion zu tun? Die Religionswissenschaftlerin Anna Höpflinger befasst sich unter anderem mit der Verwendung religiöser Symbole in Musikvideos und spricht im Podcast über den Kirchenraum in «Alice» von Veronica Fusaro, über Jesus und Judas als Teil einer Motorradgang bei Lady Gaga, über das Verständnis von Karma bei Taylor Swift und das Kopftuch bei Jaqlyn. Es geht um Frauengemeinschaften und eine moderne Interpretation der Ostergeschichte, um Popkultur als verbindendes Element, um Selbstfindung als transzendentem Vorgang und um das Brechen mit binären Kategorien. Und darum, was Hermann Hesse mit K-Pop zu tun hat.
Besprochene Musikvideos (auf Youtube)
- «Alice» von Veronica Fusaro
- «Judas» von Lady Gaga
- «Karma» von Taylor Swift ft. Ice Spice
- «This is who I am» von Jaqlyn
- «Safe me from myself» von Harris J.
- «Blood Sweat & Tears» von BTS
Weitere Informationen
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Website von Anna-Katharina Höpflinger bei der LMU München
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Podcastepisode zu Rap und Religion mit Andrea Sutter: «Islam der Selbstverständlichkeit»
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Podcastepisode mit David Atwood: «‹Hip-Hop is bigger than Religion› – Von Rappern mit Dornenkrone, dem Kendrick-Drake-Beef und Zeremonienmeister:innen»
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Artikel von Studierenden im Magazin facultativ: «Muslimische Rapper:innen – kritisch, feministisch, erfolgreich»
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Zum Roman «Demian» von Herrmann Hesse (im Zusammenhang mit dem Musikvideo von BTS)
Buddhismus in Europa unter Migrantinnen und Konvertiten - von Idealen, Meditation und dem Umgang mit Missbrauch
Ist die Buddha-Figur der neue Gartenzwerg? Wieso haben buddhistische Migrant:innen in der Schweiz nur selten etwas zu tun mit Schweizer:innen, die zum Buddhismus konvertiert sind? Wie gehen buddhistische Gemeinschaften mit Missbrauch um? Und was ist der «Alpin-Buddhismus»? Der Religionswissenschaftler Martin Baumann zeichnet im Gespräch die Geschichte des Buddhismus in Europa nach und erläutert wichtige buddhistische Begriffe und Konzepte. Er geht auf die Vielfalt an Glaubensrichtungen und Praktiken ein und auf die Idee einer idealen Religion. Es geht um die Bedeutung von Meditation und Ritualen in vietnamesischen, japanischen und tibetischen Gemeinschaften, um Reformbewegungen und Wiederverzauberung, um nationalistische Mönche in Sri Lanka und buddhistische Ökologie, um Schopenhauer, Dämonen und Selbstverantwortung.
Weitere Informationen
- Website von Prof. em. Dr. Martin Baumann (Universität Luzern)
- SRF-Radio-Sendung von Léa Burger: «Der Buddhismus in der Schweiz ist vielfältig»
- Website der Schweizerischen Buddhistischen Union (SBU): https://www.sbu.net/
Insta- und Tiktok-Impulse zum Ramadan? – Junge Muslim:innen zwischen Norm und Erleichterung
Welche Rolle spielen Social Media im Leben junger Muslim:innen? Mit was für Herausforderungen kämpfen Jugendliche im Fastenmonat Ramadan? Ist Gesundheit beim Fasten im Islam ein Thema? Und wer entscheidet eigentlich darüber, was jemand tun muss und lassen darf? Der Erziehungswissenschaftler und islamische Religionspädagoge Said Topalović berichtet von den Ergebnissen einer explorativen Studie zu den Social-Media-Aktivitäten muslimischer Jugendlicher und spricht über verschiedene Aspekte des Ramadans. Er macht deutlich, dass es im Ramadan nicht nur ums Fasten geht, sondern auch darum, ein besserer Mensch zu werden, Hilfsbereitschaft zu zeigen und soziale Kontakte zu pflegen. Topalović erklärt, inwiefern Social Media als Impulsgeber zwischen Normen und Erleichterungen fungieren und warum Tiktok und Insta manchmal dennoch überfordern. Ausserdem geht es darum, ob man sich im Ramadan die Zähne putzen darf, ob fasten die Produktivität erhöht und weshalb plötzlich sämtliche Parkplätze in der Umgebung von Moscheen belegt sind.
Weitere Informationen
- Dr. Said Topalović war im vergangenen Semester Gastprofessor für Islamische Theologie und Bildung an der Universität Zürich. Er lehrt und forscht seit 2018 am Department Islamisch-Religiöse-Studien der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
- Teilergebnisse der Studie «Ein bisschen Insta und TikTok».
- Kurzvideo der Studentin Ravza Cirit mit Interviews zur persönlichen Bedeutung des Ramadans.
Eremiten, eingemauerte Heilige, Digital Detox und Bodybuilding – Askese als soziale Praxis
Ist Askese mehr als nur Verzicht und sich selbst quälen? Wieso kam es zwischen Asket:innen und kirchlichen Autoritäten immer wieder zu Reibereien? Warum ist für einen Marathonläufer das Publikum wichtig? Und wie kommt man ausgerechnet durch soziale Isolation zu Berühmtheit? Der Theologe Stefan Krauter und die Religionswissenschaftlerin Dorothea Lüddeckens sprechen über die Erkenntnisse aus einem gemeinsamen Seminar zum Thema Askese, diskutieren über extremen Verzicht als soziale Praxis, über zweifelhafte Freiwilligkeit, Disziplin, Ästhetik und religiöse Autorität. Es geht um eine Frau, die sich in einer St. Galler Kirche einmauern liess, um Digital Detox im Luxushotel und eine feministische Löwin.
Videos von Studierenden des Askese-Seminars
- Wiborada (Teil 1) – von Jana Eberli
- Wiborada (Teil 2) – von Rhea Dübendorfer und Jana Eberli
- Schweige- und Medienaskese – von Nicole Müller
- Ramadan – von Ravza Cirit
- Symeon – von Simone Huber
- Steve Jobs und Askese – von Tim Mujiarto
Weitere Informationen
Website von Prof. Dr. Stefan Krauter
Informationen zur heiligen Wiborada (Historisches Lexikon der Schweiz)
Lektürehinweis: Oliver Freiberger: Der Askesediskurs in der Religionsgeschichte
Podcast-Episode mit Johannes Beltz zu Jainismus und Sterbefasten
Podcast-Episode mit Bernadett Bigalke zum Extremfasten von Therese Neumann aus Konnersreuth
In der Erleuchtung garantiert-Episode vom 1.3.2026 geht es um den Fastenmonat Ramadan.
«Beide lachten und Jesus gab Gas» – Franz Hohler über Gott und die Welt
Wieso macht der Teufel ausgerechnet in Bellinzona Autostopp? Wie kann man als politisch engagierter, mitfühlender Mensch das Böse ertragen, das uns auf Schritt und Tritt begegnet? Wie können Träume helfen, unsere eigene Welt nicht zu vergessen? Zum Jahreswechsel spricht der Schriftsteller und «Allgemeinpraktiker» Franz Hohler über seine religiösen Prägungen und über Figuren in seinen Erzählungen: «Gott und der Teufel gehören zum Mobiliar der Welt», sagt er. Geschichten seien immer Gegenwelten und können dabei helfen, «Inseln des Guten» zu schaffen. Wer keine eigene Welt mitbringen könne, werde erschlagen von der realen Welt. Im Podcast trägt er unveröffentlichte Gedichte vor, das «Gebet der Ungläubigen» und ein Neujahrsgedicht, und liest kurze Geschichten wie «Die Taube» und «Die Konferenz». Ausserdem erzählt er vom Cellospielen und der Kraft der Kunst, von Nonnen, die rund um die Uhr beten, und von Humor als Trauerarbeit.
Weitere Informationen:
- Website von Franz Hohler
- «Der Weltuntergang» (1983)
- «Gegenvorschlag» (2010)