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AIWG-Dissertationspreis 2026 für Dr. Hadil Lababidi

Preisträgerin Dr. Hadil Lababidi (links) und Prof. Dr. Bekim Agai, Direktor der AIWG, bei der Übergabe des Dissertationspreises.

Die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) hat die Dissertation von TRF-Lecturer Dr. Hadil Lababidi mit dem AIWG-Dissertationspreis 2026 ausgezeichnet. 

Ausgezeichnet wurde Lababidis Dissertation «Rūḥ und Nafs. Vom Lebenshauch zur Selbstheit. Grundfragen der Bioethik im Islam am Beispiel der Sondenernährung am Lebensende bei Demenz». Die Arbeit untersucht die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz auf künstliche Ernährung verzichtet werden kann. Ausgehend von dieser konkreten medizinethischen Herausforderung entwickelt Lababidi in ihrer Dissertation eine grundlegende Reflexion über Menschenbild, Leiblichkeit und Verantwortlichkeit im Islam. Sie verbindet systematisch-theologische Perspektiven mit islamrechtlichen Ansätzen und zeigt, wie normative Entscheidungen auf bestimmten anthropologischen Voraussetzungen beruhen und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer islamisch-theologischen Bioethik im deutschsprachigen Raum.

Mit dem AIWG-Dissertationspreis würdigt die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt herausragende Dissertationen in den Islamisch-Theologischen Studien und der Islamischen Religionspädagogik, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz, gesellschaftliche Relevanz und interdisziplinäre Anschlussfähigkeit auszeichnen.

Dr. Hadil Lababidi ist seit 2024 Lecturer für Islamische Medizin- und Bioethik am Institut für Sozialethik an der Theologischen und Religionswissenschaftlichen Fakultät. Die TRF gratuliert ihr zur Auszeichnung.

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